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Lehrerfortbildung für Deutschlehrkräfte im Didaktischen Labor der Universität Passau

Reflektieren – Sprechen – Gestalten. Podcasting im Literaturunterricht

Podcasts können im Literaturunterricht auf vielfache Weise literarisches Lernen anregen, indem Schülerinnen und Schüler literarische Texte in Hörtexte umwandeln und sich dabei  reflexiv mit ihnen auseinandersetzen.

Aus der Perspektive der Rezeption und Produktion erwerben sie dabei zentrale literarische und medienbezogene Kompetenzen, u. a. bezogen auf sprachliche Gestaltung, den Umgang mit Mehrdeutigkeit sowie digitale Bearbeitungstools. Ein zentraler didaktischer Ansatz ist die mündliche Inszenierung poetischer Texte als Hörmedium: Durch gestaltendes Sprechen kann in Ergänzung oder alternativ zur schriftlichen Interpretation ein Textverständnis entwickelt und medial inszeniert werden. Denn die gelungene Überführung eines schriftlich vorliegenden Textes in einen Hörtext verlangt zunächst eine intensive Auseinandersetzung mit seinem Wortlaut und seiner Ästhetik, um darauf aufbauend eine Interpretation durch Stimme und Sprechausdruck (Tempo, Dynamik, Melodie etc.) leisten zu können.

Über theoretische Impulse und praktische Übungen werden die teilnehmenden Lehrkräfte für diese Potenziale von Podcastproduktionen mit Lernenden sensibilisiert und erhalten Anregungen für den Einsatz im Unterricht.

Darüber hinaus kann auch der Lernweg selbst zum Ausgangspunkt einer Podcastproduktion werden und der Lehrkraft wertvolle und sehr persönliche Einblicke in kritische Punkte einer Problemlösung (z. B. einer Gedichtinterpretation) geben. Solche ‚Reflexionspodcasts‘ bieten den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, über das eigene Lernen nachzudenken und darüber zu sprechen. Für die Lehrkraft sind sie eine seltene Gelegenheit, unmittelbare Rückmeldungen zu Lernhürden in einem didaktischen Prozess zu erhalten. Diese können wiederum für die Optimierung der gestellten Aufgabe genutzt werden. Anhand von Beispielen werden hierzu Einsatzszenarien und Umsetzungsmöglichkeiten diskutiert.

Lehrkräfte werden in der Fortbildung darin unterstützt,

-Sprechausdrucksmittel anhand von Hörbeispielen zu identifizieren und selbst gestaltend anzuwenden.

-Unterrichtsszenarien zwischen gestaltendem Sprechen, literarischer Textarbeit, kreativer Inszenierung und Reflexion des Lernprozesses zu diskutieren.

-einen kleinen Podcast selbst zu erstellen.

Interesse?

Informationen

Datum: Die Fortbildung besteht aus zwei zusammenhängenden Teilen:
1. Teil: Freitag, 21.10.2022, 15–19 Uhr
2. Teil: Samstag, 22.10.2022 09–13 Uhr
Ein fester Teilnehmerkreis ist erwünscht. Mit Ihrer Anmeldung erklären Sie sich bereit, an beiden Veranstaltungsteilen teilzunehmen.

Ort: Universität Passau
Innstraße 40
Nikolakloster (NK), Raum 211 (DiLab)
94032 Passau

Schulart: Mittelschule, Realschule, Gymnasium

Schulfach: Deutsch

Veranstalter: Professur Didaktik der deutschen Sprache und Literatur und Professur für Ältere Deutsche Literaturwissenschaft der Universität Passau

Anmeldung ab sofort möglich! Per Mail unter mirjam.dick@uni-passau.de oder über den Button über FIBS.

Anmeldeschluss: 07. Oktober 2022

Teilnehmende: 10-20

Anmerkung: Die Teilnahme ist kostenlos. Reisekosten oder sonstige Kosten werden vom Veranstalter nicht übernommen. Bringen Sie, falls vorhanden, gerne Ihr Smartphone mit Aufnahmefunktion mit. Es werden aber auch Aufnahmegeräte zur Verfügung gestellt. Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung gültigen Corona-Maßnahmen. Aufgrund mehrerer aktiver Sprechsituationen der Teilnehmenden wird aber darum gebeten, freiwillig vor der Veranstaltung einen Selbsttest bzw. Bürgertest durchzuführen.

Wir freuen uns auf Sie!

Fotos der Universität Passau unter CC-BY 4.0 Lizenz

Teilnahme kostenlos!

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